Museum

Sonderausstellung

»Leben ist Glühn«
Der deutsche Expressionist Fritz Ascher

8. Dezember 2017 bis 11. März 2018

 

Viele Künstler sind mit ihrem Werk infolge der Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime in Vergessenheit geraten. Dazu zählt auch der spätexpressionistische Künstler Fritz Ascher (1893-1970). Sein Schicksal steht exemplarisch für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der sogenannten “verlorenen Generation”, deren Karrieren 1933 abrupt unterbrochen oder beendet wurden.

125 Jahre nach seiner Geburt stehen die Kunst und Biografie Fritz Aschers im Zentrum einer umfassenden Werkschau. In Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen und in Gedichten entwickelte er eine starke und einzigartige künstlerische Stimme. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Fritz Ascher Gesellschaft für Verfolgte, Verfemte und Verbotene Kunst (Fritz Ascher Society for Persecuted, Ostracized and Banned Art, Inc., New York) und wird durch viele private Leihgaben aus dem In- und Ausland ermöglicht. Sie umspannt Aschers Werk von ersten Studienzeichnungen über expressive Figurenkompositionen der Weimarer Republik bis zu seinen späten Naturdarstellungen nach 1945.


Nach Stationen im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und im Museum Gunzenhauser in Chemnitz wird die Retrospektive nun vom Museum Charlottenburg-Wilmersdorf und vom Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte gemeinsam und zeitparallel gezeigt. Liegt in Potsdam der Fokus stärker auf dem Frühwerk und auf seiner Potsdamer Zeit mit ständig wechselnden Wohnorten, so intensiviert die Ausstellung in der Villa Oppenheim den Blick auf die späten Jahre. Im Zentrum stehen hier die Zeit seines Verstecks im Keller einer Villa in Berlin-Grunewald und die nach 1945 entstandenen Landschafts- und Naturbilder, in denen Ascher eine ganz eigene künstlerische Ausdruckskraft fand.


Schirmherrin der Ausstellung ist Staatsministerin Monika Grütters. Die Ausstellung wird unterstützt vom Arbeitskreis Ausland für kulturelle Angelegenheiten e.V.

Weitere Ausstellungsorte ab 2018/19 sind Leipzig, Ismaning bei München sowie New York und weitere Stationen in den USA.

Zur Ausstellung liegt ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog vor.

Das umfangreiche Rahmenprogramm beinhaltet auch museumspädagogische Angebote für Grundschulen und Oberschulen.