Museum

Sonderausstellung

»Leben ist Glühn«
Der Expressionist Fritz Ascher

7. Dezember 2017 bis 11. März 2018

 

Der spät-expressionistische Künstler Fritz Ascher (1893-1970) verbrachte sein gesamtes Leben in Berlin. In Gemälden, Papierarbeiten und Gedichten entwickelte er eine starke und einzigartige künstlerische Stimme. Ascher überlebte zwei Weltkriege und Nazi-Verfolgung, teilweise im Versteck in einer Villa im Grunewald. Dort wohnte er auch nach Kriegsende, weitgehend von der Gesellschaft zurückgezogen. Persönlich wie künstlerisch markierte 1945 eine entscheidende Zäsur für ihn, nach Kriegsende entstanden ausnahmslos Landschaften, Naturdarstellungen, Wald- und Blumengemälde.

Fritz Aschers Kunst ist nun erstmalig eine umfassende Retrospektive gewidmet. Kuratiert wird die Schau von Rachel Stern (Fritz Ascher Society for persecuted, ostracized and banned Art, New York). Sie umfasst in rund 75 Zeichnungen, Gouachen und Gemälden Aschers gesamtes Oeuvre von ersten Studienzeichnungen über monumentale expressive Figurenkompositionen der Weimarer Republik bis zu seinen reifen Grunewald-Landschaften. Nach Stationen im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und in den Kunstsammlungen Chemnitz ist die Retrospektive ab Dezember in Berlin und Potsdam zu sehen, das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt sie gemeinsam mit dem Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte. Dabei legt der Ausstellungsteil in der Villa Oppenheim den Schwerpunkt auf Aschers Spätwerk.

Weitere Ausstellungsorte ab 2018/19 sind Leipzig, Ismaning bei München sowie New York sowie weitere Stationen in den USA.

Zur Ausstellung liegt ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog vor.

Schirmherrin der Ausstellung ist Staatsministerin Monika Grütters. Die Ausstellung wird unterstützt vom Arbeitskreis Ausland für kulturelle Angelegenheiten e.V.