Museum

Sonderausstellung

Stadtlandschaften
Ansichten von Charlottenburg und Wilmersdorf

Ausstellung im Kabinett der Villa Oppenheim
15. September 2015 bis 05. Juni 2016

 

Noch bis 05. Juni 2016 wird die Ausstellung im Kabinett, im Obergeschoss der Villa Oppenheim gezeigt. Präsentiert werden Gemälde und Aquarelle aus der Sammlung des Museums, die in dieser Zusammenschau und Vielfalt noch nie zuvor zu sehen waren. Lokal bekannte Künstler sind darunter, wie Johann Gottlieb Glume (1711-1778), von dem die älteste Ansicht Charlottenburgs aus dem Jahre 1762 stammt, oder Friedrich Kallmorgen (1856-1924), dessen großformatige Straßenbilder von der rasanten städtebaulichen Veränderung und der Entwicklung hin zur Großstadt zeugen. Die Mehrzahl der nun ausgestellten Künstler und Künstlerinnen, von denen viele zumindest zeitweise in Charlottenburg oder Wilmersdorf lebten und arbeiteten, jedoch gilt es neu zu entdecken.

 

Sie alle eint, dass sie mit ihren Werken einen ganz eigenen Blick auf Charlottenburg und Wilmersdorf richten:

Vor allem aber zeigen viele dieser Werke und Künstler Charlottenburg und Wilmersdorf im Prozess der Veränderung und den Wandel von Stadtlandschaften: Mietskasernen, Bauterrains, Verkehrsanlagen bestimmten mehr und mehr das Bild der lange Zeit ländlich geprägten Gemeinden und machten Charlottenburg und Wilmersdorf in den Jahrzehnten um 1900 zu Großstädten. Diese Transformation kommt in dem Gemälde „Alte Caprivi-Brücke“von Carl Krafft nicht nur bildlich zum Ausdruck: Es lenkt den Blick von der beschaulichen Landschaftsszenerie im Vordergrund, den ein- bis zweigeschossigen Häusern an der Spree, den davor, nahe der Caprivi-Brücke ankernden Spreekähnen, auf den markanten Turm des gerade eingeweihten Rathausneubaus. Programmatisch gab Krafft dem 1905 geschaffenen Gemälde auch den Nebentitel „Das neue Charlottenburg überragt das alte Charlottenburg“.