Museum

Sonderausstellung

Jenseits der Küche
Geschichten aus dem Thai-Park

Beyond the kitchen
Stories from the Thai Park

Eine Ausstellung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit dem Kollektiv un.thai.tled

An exhibition of the Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in collaboration with the collective un.thai.tled

 

10. März bis 5. Juli 2020 / 10 March – 5 July 2020

 

Künstlerisches Team / artistic team

Rosalia Namsai Engchuan
Itirit Hatairatana
Theerawat Klangjareonchai
Wisanu Phu-artdun
Bussaraporn Thongcha

 

Den Text auf deutsch / englisch und thailändisch können Sie hier nachlesen.

 

Im Wilmersdorfer Preußenpark treffen an den Sommerwochenenden Menschen aus asiatischen Gemeinschaften auf ein lokales und touristisches Publikum.  Viele der beteiligten Frauen kamen als Heiratsmigrantinnen aus dem Nordosten Thailands nach Berlin. Sie handeln mit frisch zubereiteten Speisen und teilen untereinander ihre Erfahrungen über das Leben in der Diaspora. Dieser informelle Freiraum, der sich seit Anfang der 1990er Jahre entfaltet hat, ist ein Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung: Der Thai-Park steht in Konflikt zur Parkordnung und hat sich dennoch zu einem international beliebten, interkulturellen Treffpunkt entwickelt.

Für die Ausstellung haben sich junge Künstlerinnen und Künstler des Kollektivs un.thai.tled zusammengefunden. Sie sprechen eine gemeinsame Sprache mit den Frauen und folgen ihrem eigenen biografischen Zugang hinter die Kochstellen, um eine Erinnerungsgemeinschaft zu bilden. Aus Perspektiven der Architektur, der performativen Kunst, der visuellen Anthropologie und des Mediendesigns nähern sie sich künstlerisch-forschend diesem Ort. Sie finden Bilder für gemeinsame Erfahrungen und den verbindenden Aspekt von Mahlzeiten, verfolgen historische Verflechtungen und spekulieren über die gesellschaftlichen Möglichkeiten dieses besonderen Ortes, den sie mit ihren künstlerischen Arbeiten hervorbringen. Aktuelle Umgestaltungspläne für den Preußenpark werfen die Frage auf, inwieweit der hier entstandene soziale Ort mit der bezirklichen Wirklichkeit vereinbar ist.

 

In Wilmersdorf’s Preußenpark, people from Asian communities meet a local and tourist audience on summer weekends. Many of the women involved came to Berlin as marriage migrants from the northeast of Thailand. They trade in freshly prepared food and share their experiences of life in the diaspora. This informal open space, which has been developing since the early 1990s, is a place of encounter and discussion: Thai Park is in conflict with the park regulations, yet it has developed into an internationally popular, intercultural meeting place.

For the exhibition, young artists from the un.thai.tled collective have come together. Sharing a common language with the women, they follow their own biographical approach behind the makeshift kitchens to form a community of memory. They approach this place from the perspectives of architecture, photography, performance, visual anthropology and media design in an artistic and research based way. In their artistic works, they create images for shared experiences and the unifying aspects of eating together, follow historical connections and speculate about the social possibilities of this special place. Current plans for the redesign of the Preußenpark raise the question of the extent to which the social place created here is compatible with the district’s reality.