Museum

Vermisste Kunstwerke


Die Kunstsammlung Charlottenburg ist von Kriegsverlusten betroffen. In den Jahren 1942/43 wurden viele Gemälde, Grafiken, Aquarelle, Bronzen, Gipsbüsten, Porzellane, Möbel und anderes Kulturgut ausgelagert. Hiervon kehrten nur Teile wieder nach Berlin und in die Sammlung zurück.


Ein Teil der Kunstsammlung wurde im Tresor und im "Raum 23" des Rathauses Charlottenburg eingelagert sowie im Tresor des Rathauses Wilmersdorf entweder eingelagert oder später dorthin verbracht. Ein anderer Teil wurde in das von Charlottenburg gebaute Tuberkulosekrankenhaus "Waldhaus Charlottenburg" in Beetz-Sommerfeld (Osthavelland), verbracht.

Dokumente aus 1948 erweisen zudem auf Plünderungen in den Verwaltungsgebäuden Charlottenburgs, die polizeilich gemeldet worden sind, die Akten aus 1946 sind jedoch verschollen.

Neben den Kunstwerken selbst werden auch historische Akten zum Kunstbesitz vermisst.

Bei ihrer Auslagerung waren die Kunstwerke folgendermaßen gekennzeichnet: Die von der Kunstdeputation Charlottenburg angekauften Werke waren bis 1919/20 im Allgemeinen mit einem Aufkleber auf der Leinwand oder auf dem Keilrahmen und dem Hinweis 'Ankauf der Deputation für Kunst(zwecke), Charlottenburg' oder mit dem Hinweis auf die Akten der Kunstdeputation Charlottenburg versehen.

Ab 1920 liegen uns mehrere Kennzeichnungen vor:

1. auf dem Keilrahmen ein Stempel der Stadt Berlin "Hauptkulturamt/Hauptstadt Berlin/Bildende Kunst [unleserlich] Nr. X"

2. ein Aufkleber "Stadtverwaltung Berlin, Stadtamt für Kunst und Bildungswesen"

3. handschriftlich: "Reg. Magistrat Berlin, Hauptamt für Hochbau, Raumgestaltung Nr. X"

4. Stempel: "Magistrat von Groß-Berlin/Amt Bildende Kunst und Museen/Inv.-Nr."

 

Beispiele rückseitiger Aufkleber und Stempel

Ein Verzeichnis der vermissten Objekte wird derzeit erstellt und soll helfen, den Bestand der Kunstsammlung Charlottenburg zu komplettieren. Sie benennt sowohl Kriegsverluste als auch Verluste, die erst in jüngerer Zeit aufgetreten sind.

 

Zugleich erhebt das Land Berlin/Bezirksamt Charlottenbrg-Wilmersdorf hiermit öffentlich Anspruch auf sein Eigentum.

Hinweise jeder Art werden auf Wunsch vertraulich behandelt. Sie sind bitte zu richten an:


Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Abt. Bürgerdienst, Weiterbildung, Kultur, Hochbau und Immobilien

Vertreten durch

Elke von der Lieth

Leiterin Kulturamt

 

Fon:     + 49 30 90 29 24 100

E-mail:  elke.vonderlieth@charlottenburg-wilmersdorf.de