Museum

Schoeler-Schlösschen

Wilhelmsaue 126 | 10715 Berlin

Das 1765 entstandene zweigeschossige Baudenkmal ist das älteste erhaltene Haus im Ortsteil Wilmersdorf und gehört zu den in Berlin raren bürgerlichen Landhäusern des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk und der zugehörige Garten, Sommersitz Berliner Bankiers, Unternehmer und Intellektueller, dokumentieren das großbürgerliche Leben in der Sommerfrische vor den Toren der Stadt. Der letzte private Besitzer des Hauses war der namhafte Mediziner Prof. Heinrich Schoeler (1844–1918), Professor der Augenheilkunde. Ihm verdankt das Schlösschen seinen Namen. 

 

Seit 1929 im Besitz des Bezirks Wilmersdorf, war der Bau in den 1930er Jahren Sitz einer Heimatstube, ab 1936 Heim der Hitler-Jugend, nach dem Zweiten Weltkrieg bis 2003 Kindertagesstätte.
Mit der Restaurierung des Objekts war die Stiftung Denkmalschutz Berlin betraut. Sie hat das für die HJ-Einrichtung aufgesetzte dritte Geschoss rückgebaut und damit dem Bau wieder seine barocke Dimension und Gestalt zurückgegeben.

 

Der Ausbau im Innern für eine künftige Nutzung als Kulturstandort und Nachbarschaftszentrum ist derzeit in Planung und Vorbereitung.