Angebot für Familien, Lesung/Gespräch/Film

Di, 09.07.2024, 18 Uhr

Poets’ Corner „Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe staunen“.

Mit den Autor:innen Carl Ensom, Willi van Hengel, Aurélie Maurin, Noa Niss und Aleksej Tikhonov

Moderation: Ansgar Riedißer

So alt wie die Gattung selbst: Liebeslyrik. Bis heute erzählt Dichtkunst von den großen Schmerzen und Freuden der Liebe. An diesem Sommerabend teilen wir Kummer und Begehren an einem Ort, der als Archiv und Museum durchaus einige Romanzen erlebt haben dürfte. Unter anderem gibt das Berliner Projekt Lost&Found, das Autor:innen einlädt, poetische Texte zu gefundenen Schwarz-Weiß-Fotografien zu verfassen, Einblicke in seine Edition IN LIEBE VON. Liebe kommt selten ohne Musik aus – auch an diesem Abend begleitet sie uns.

Die Lesereihe Poets’ Corner ist Teil des poesiefestival berlin. Vom 5. bis 15. Juli lesen und performen Berliner Dichter:innen quer durch die Stadt und eröffnen der Poesie temporäre neue Orte. Mehr Infos unter www.poesiefestival.org.

Gefördert durch: Bezirksamt Charlottenburg. Das poesiefestival berlin ist ein Projekt des Haus für Poesie in Kooperation mit dem silent green Kulturquartier und der Akademie der Künste und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Willi van Hengel lebt seit 2008 in Berlin. Arbeitet als Lektor im Deutschen Bundestag. Er ist Roman-, Hörbuch- und Theaterautor und Dichter. Anfang 2024 erschien das Hörbuch „Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe“ (GD Publishing 2024). Der Roman „Entstellung des Gesichts“ wird Anfang 2025 erscheinen.

Aurélie Maurin lebt seit 2000 als Kuratorin, Moderatorin und Literaturübersetzerin in Berlin. Sie hat die Lyrikreihe VERSschmuggel im Wunderhorn Verlag mitbegründet und bis 2017 herausgegeben und hat vielfache Juryerfahrung. Seit 2021 bildet sie mit Anja Utler die künstlerische Leitung des Lyriktreffens Münster und leitet seit 2017 das TOLEDO-Programm. Sie ist auch als Musikerin und Songwriterin aktiv.

Lost & Found ist ein Projekt, das sich der Amateurfotografie verschrieben hat. Auf Flohmärkten gefunden haben diese Bilder oft keine erkennbare Geschichte mehr. Lost & Found setzt diese Bilder in einen neuen Kontext. Dabei entsteht eine Synergie aus Fotografien und literarischen Texten.

Aleksej Tikhonov, ist promovierter Sprachwissenschaftler und Slawist. An der Universität Freiburg arbeitet er an Transkriptionsalgorithmen mit für ukrainische, russische und jiddische Handschriften. Sein Habilitationsprojekt befasst sich mit Mehrsprachigkeit im Deutschrap und der postmigrantischen Gesellschaft. Seit 2015 schreibt er Lyrik und Prosa und gründete 2016 das osTraum Journal in Berlin mit.  

Noa Sophia Niss lebt und arbeitet in Hamburg. Sie ist Journalistin und studiert Kulturwissenschaften. Als Schriftstellerin und Dichterin konzentriert sie sich auf die Themen Selbstfindung, Liebe und Verlust. Ihre Gedichte wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Zuletzt erschien ein Text in der Edition „IN LIEBE VON“ (Shift Book Verlag, 2023) vom Berliner Projekt Lost&Found, für das sie als Autorin schreibt.

Carl Ensom ist Lyriker, Autor und Fotograf. Er lebt in Berlin. Geboren wurde er 1984 in einem Land, das heute nicht mehr existiert. Doch die Verbindung bleibt bestehen, in der Suche nach Worten und ihrem Sinn. Seine Texte, die er auf seinem Blog carlensom.com und auf Instagram (@carlensom) veröffentlicht, handeln immer wieder vom episch Natürlichen, dass den Kampf gegen die unvermeidliche Zerstörung durch den Menschen noch nicht aufgegeben hat.

Ansgar Riedißer schrieb journalistische Beiträge. Literarische Texte erschienen im „Jahrbuch der Lyrik“ 2017 und 2018, im Magazin „Die Epilog“ und in Übersetzung im finnischen Lyrikmagazin „Tuli & Savu“. Von 2018 bis 2021 war Riedißer Co-Moderator des Podcast „Männerkitsch“. Für die Treffen junge Szene der Berliner Festspiele moderiert er. Riedißer promoviert in Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

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