CHOTZEN
BILDER NACH DER ERINNERUNG - MIT KÜNSTLERISCHEN ARBEITEN VON INBAR CHOTZEN

29. September 2022 bis 1. Mai 2023

Die Ausstellung erinnert an die im Nationalsozialismus verfolgte, jüdische Familie Chotzen aus Wilmersdorf. Unter dem nationalsozialistischen Regime erlitten Josef und Elsa Chotzen mit ihren vier Söhnen zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung. Am Ende standen Deportation und Ermordung. Nur Elsa und einer ihrer Söhne sowie die Frau eines weiteren Sohns überlebten.
Vom Leben der Chotzens haben zu verschiedenen Zeiten Menschen Zeugnis abgelegt. Die Ausstellung folgt ihren Wegen des Erinnerns bis in die Gegenwart und eröffnet einen Raum zwischen historischer Forschung, Kunst und Erinnerung. Im Mittelpunkt stehen die künstlerischen Arbeiten von Inbar Chotzen. Die in Israel lebende Nachfahrin hat sich in aktuellen Arbeiten ihre Familiengeschichte wiederangeeignet. Ihre Werke stehen für ihren Umgang mit der familiären Holocausterfahrung. Einen wichtigen Zugang bot ihr der Familiennachlass, den die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz bewahrt. Fotografien, Dokumente und Aufzeichnungen erzählen vom Leben der Familie während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. 

Eine Ausstellung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf.

In Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Was Erinnerung ist...

Workshop zur Ausstellung "Chotzen. Bilder nach der Erinnerung"

Unter dem nationalsozialistischen Regime erlitten Josef und Elsa Chotzen aus Wilmersdorf mit ihren vier Söhnen zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung. Am Ende standen Deportation und Ermordung. Nur Elsa und einer ihrer Söhne sowie die Frau eines weiteren Sohns überlebten. In dem Workshop beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Familie Chotzen und erweitern unser Wissen zum Nationalsozialismus. Dem Thema Erinnern widmen wir uns anhand des einzigartigen Familiennachlasses, der in der Ausstellung „Chotzen. Bilder nach der Erinnerung“ zu erleben ist. Tiefe, persönliche Eindrücke wie Zeitzeug:inneninterviews, Original-Dokumente und Familienfotos werden eingeordnet. Im Zusammenspiel mit den Werken der Künstlerin Inbar Chotzen werden so die Wege des Erinnerns aufgezeigt.

Der Workshop wird in der Villa Oppenheim durchgeführt und schließt einen geführten Rundgang durch die Ausstellung „Chotzen. Bilder nach der Erinnerung“ ein. Das Angebot bringt Bildungsmaterialien der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zum Einsatz und erweitert diese um Perspektiven auf die Ausstellung mit den künstlerischen Arbeiten.

Das Angebot richtet sich an Schüler:innen ab der 10. Jahrgangsstufe.

Bezug zum Rahmenplan: Geschichte, Ideologie und Herrschaft des NS, Zweiter Weltkrieg und Holocaust, Widerstand gegen NS-Herrschaft in Deutschland und Europa, Geschichtskultur Erinnern an Vergangenheit.

Dauer und Kosten: 2 Std. kostenfrei / 4 Std. kostenfrei

Anmeldung unter: vermittlung-museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de

© Postkarte von Inbar Chotzen.