Nächste Veranstaltungen

Konzert

Do, 21.05.2026, 19 Uhr

A Lover and his lass - Simon Wallfisch und Andreas Lisius

interpretieren Englische und Deutsche Lieder von G. Finzi, H. Wolf und J. Brahms

Dozentenkonzert der Musikschule City West

Drei Komponisten, drei Welten – und doch ein gemeinsamer Atem. Johannes Brahms kreist um das Ewige: Liebe, Einsamkeit, die stille Schwere des Lebens. Hugo Wolf hingegen lodert. Seine Lieder aus dem Italienischen Liederbuch sind Funken – kurz, verzehrend, unerbittlich menschlich. Und dann Finzi. Der Engländer, der Shakespeare verstand wie kaum ein anderer, der aus alten Versen etwas erschuf, das wie ein letzter Sommertag klingt. Simon Wallfisch und Andreas Lisius bringen diese drei Stimmen als lebendiges Gespräch zusammen.

Simon Wallfisch – Gesang
Andreas Lisius – Klavier

Ein Klavier steht links im Bild im Hintergrund sieht man Ölgemälde der Kunstsammlung Charlottenburg-Wilmersdorf im Museum.

Lesung/Gespräch/Film

Di, 26.05.2026, 19.30 Uhr

Poets‘ Corner in Charlottenburg: Chroniken angekündigter Kriege mit den Dichterinnen Oksana Maksymchuk & Svetlana Lavochkina

Moderation: Irina Bondas (Veranstaltung auf Englisch)

Poets’ Corner ist wieder im Garten der Villa Oppenheim zu Gast. Die Veranstaltungsreihe, die der traditionelle Auftakt zum jährlich stattfindenden Poesiefestival Berlin ist, gibt in Lesungen und interdisziplinären Dialogformaten Einblicke in die poetische Landschaft Berlins. An diesem Abend treffen zwei ukrainische Dichterinnen aufeinander. Oksana Maksymchuk (geboren 1982 in Lwiw) und Svetlana Lavochkina (geboren 1973 in Saporischschja). Beide haben in ihrem sehr unterschiedlichen Werk den Sprachwechsel zum Englischen hin vollzogen. 

In Tagebuch einer Invasion (Edition Lyrik Kabinett bei Hanser 2025, deutsche Übersetzung: Matthias Kniep) liefert uns Oksana Maksymchuk die Chronik eines angekündigten Krieges, der dann tatsächlich eintritt. Sie beschreibt die Tage der quälenden Erwartung, in denen die Frage „Sind sie schon hier?“ zum Refrain wird. Es folgen die Wochen, Monate, Jahre der Gewissheit, Jahre der „Bittgebete in Ruinen“, der „Wissensübertragung in Zeiten der Besatzung“, aber auch Jahre der Überlebensschuld. Maksymchuk findet eine lakonisch-präzise Sprache für das, was wir ungenügend als „Grauen“ bezeichnen. Gleichzeitig gibt es immer wieder ganz unerwartete Erkenntnisse: „Was ich vom Krieg / nicht erwartet hätte: / dass da Musik sein würde“.

Svetlana Lavochkinas Langgedicht Carbon (Voland & Quist 2024, deutsche Übersetzung: Diana Feuerbach) ist eine wilde Liebesgeschichte zwischen einem Schmied und einer Linguistin vor dem Hintergrund des sich ankündigenden Krieges im Donbass. Es beginnt in Donezk, dem Zentrum des Kohlereviers in der östlichen Ukraine. In einer Welt der Halden und Zwergvulkane, die vom „Gebären der Kohle“ dampfen, wächst der feinsinnige Alexander mit „mädchenschmalen“ Füßen auf. Nach verschiedenen Abenteuern, bei denen ein Hoden verloren geht, eine Aufnahmeprüfung am Polytechnikum bestanden und eine Gefängnisstrafe abgesessen wird, begegnet Alexander der abseits der Zechenkinder aufgewachsenen Lisa. Zuvor hat sie jedoch ihre eigenen Abenteuer zu bestehen. Sie, die Sprachvernarrte, die Wörter liebt, entkommt unter anderem einem Serienmörder und folgt einer Selbstmordsekte an den Kraterrand eines Vulkans. Das alles ist rasant und wunderbar unprüde, ja zuweilen zotig erzählt, mythensatt und voller Vorahnungen kommender Kriege.

Die Veranstaltung findet auf Englisch und im Garten statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Villa Oppenheim und Haus für Poesie
Gefördert aus Mitteln des Bezirkskulturfonds

Poets' Corner 2023 © Matthias Kniep

Führung, Im Stadtraum

Mi, 03.06.2026, 18 Uhr

Erinnerungsraum Hardenbergstraße: Spuren der Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich

Entlang der Hardenbergstraße kreuzen sich Geschichten von Flucht, Exil und Verfolgung. Jüdische, armenische, kommunistische und sozialdemokratische Biografien umspannen die Zeit vor, während und nach dem Nationalsozialismus. Der Rundgang, konzipiert von dem Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Doğan Akhanlı, eröffnet einen Raum zum Nachdenken über armenisch-deutsch-türkische Verflechtungsgeschichten und lokale Erinnerungskultur. 

Treffpunkt: Amerikahaus, Hardenbergstrasse 22, 10623 Berlin, vor der Berliner Landeszentrale für politische Bildung  

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Eine schwarz-weiß Fotografie des Bildhauers Akbar Behkalam vor dem vom ihm geschaffenen Mahnmal. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Abb. Bildhauer Akbar Behkalam am Mahnmal für Cemal Kemal Altun, Hardenbergstraße, 22.Mai 1996. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf. Fotograf: Jürgen Henschel

Führung, Im Stadtraum

Do, 04.06.2026, 18 Uhr

Die Kant. Kunst, Text, Straße.

mit Annett Gröschner und Ina Weber 

Ausgangspunkt Kantstraße: Tag und Nacht belebter Begegnungsort, auf 2630 Metern Länge in permanentem Wandel, Hafen verschiedenster Nationalitäten, gesäumt von Bauten verschiedenster Epochen. Für den Soziologen Richard Sennett ist sie eine Manifestation der offenen Stadt: von Unvollständigkeit, Aneignungen und Widerspruch gekennzeichnet. Die Autorin Annett Gröschner und die Bildhauerin Ina Weber werden bei diesem Spaziergang die komplexe Vita dieser Straße ein Stück begleiten. 

Treffpunkt: Skulptur „Lesser“ von Olaf Nicolai für dem Hotel Upper West, Kantstraße 163-165.  

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Eine schwarz-weiß Fotografie des Schimmelpfeng-Haus von 1966. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Schimmelpfeng-Haus, Kantstraße 165–166. 1966. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Führung, Im Stadtraum

Sa, 06.06.2026, 14 Uhr

„Unsere Straße“. Terror, Widerstand und Erinnerung in Charlottenburg

Seit den frühen 1930er Jahren waren die Viertel in Alt-Charlottenburg wiederholt Schauplatz politischer Gewalt. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten verbreitete der SA-Sturm 33 Terror. Die kommunistische Gegenwehr war massiv, doch auch aus anderen politischen Richtungen gab es Menschen, die Widerstand leisteten. In seinem Roman „Unsere Straße“ schilderte Jan Petersen die Auseinandersetzungen rund um die einstmalige Wallstraße, die erst zur Maikowskistraße, und nach dem Krieg zur Zillestraße wurde. 
 

Treffpunkt: Schlossstr. 55/ Otto-Grüneberg-Weg, vor der Villa Oppenheim

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Ein schwarz-weiß Foto aus der Wilmersdorfer Straße. Zu sehen sind unter anderem die alte Straßenbahn, alte Ladenbeschilderungen und eine alte Litasssäule. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Wilmersdorfer Straße, Ecke Wallstraße, um 1930 (Ausschnitt). © Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Lesung/Gespräch/Film

Do, 11.06.2026, 18 Uhr

Filmprogramm „Schaufenster des Westens“.
Im Freibad (2001) - Sommer im Film

Ein Sommer im Freibad Wilmersdorf. Zwischen Liegewiese und Beckenrand treffen sie alle zusammen - Frühsportschwimmer:innen, Wilmersdorfer Witwen, Jugendliche aus dem Kiez bei der Mutprobe am 10-Meter-Turm, junge Menschen, alte Menschen und alle dazwischen. Mit Humor, zurückhaltend und doch empathisch erzählt Alice Agneskirchner in ihrem Dokumentarfilm von Geschichten: von Hoffnungen, Sorgen und Wünschen. Ein Sprung hinein in diesen Mikrokosmos des alltäglichen Lebens, wo sich die unterschiedlichsten Protagonist:innen und verschiedensten Gesellschaftsschichten in ihrer Freizeit begegnen.

Im Anschluß: Filmgespräch mit Regisseurin Alice Agneskirchner und Kuratorin Christine Kisorsy.

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung gerne telefonisch unter 030-90 29 24 106 oder via E-Mail an museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.
Bei freien Plätzen ist auch eine spontane Teilnahme möglich.

Ein Farbfoto eines Freibades aus der Vogelperspektive. Mit roten Bänken, Menschen, den Duschen und einem schönen blauen Schwimmbecken.Im Freibad Wilmersdorf, Foto: Alice Agneskirchner