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Führung

Di, 12.03.2024, 18 Uhr

Expertinnengespräch mit Aischa Ahmed zu Arabisch-Muslimischen Netzwerken in der Weimarer Republik

Berlin in der Zwischenkriegszeit war antikolonial. Zumindest wahrscheinlich, wenn die meisten der um 1925 rund 5000 Migrant:innen aus ehemals oder weiterhin kolonisierten Ländern in der Hauptstadt hätten befragt werden können. Wie sah die arabische Präsenz zu dieser Zeit in und um Charlottenburg aus? Die Historikerin Aischa Ahmed gibt anhand biografischer Beispiele einen Einblick in die Lebensumstände und Politiken zwischen 1919 und 1933.

Ein ägyptischer Anarchist, der in seinem Streiten um die nationale Unabhängigkeit Ägyptens sich mit allen politischen und religiösen Gruppen überwarf. Ein sudanesischer antikolonialer Kosmopolit, der kurzzeitig Berlin unsicher machte. Und ein junger Syrer, der vom Maschinenbaustudent an der Technischen Hochschule zum Leiter des Islam-Instituts im heutigen Literaturhaus in der Fasanenstraße wurde. Was das alles mit arabischen antikolonialen Bewegungen in den 1920er Jahren in Berlin zu tun hat und warum der Berliner Zoo auch noch eine Rolle spielt, erzählt Ihnen Aischa Ahmed in einer Führung durch die Ausstellung „Solidarisiert euch! Schwarzer Widerstand und globaler Antikolonialismus in Berlin, 1919–1933“

Dr. Aischa Ahmed ist Historikerin, Autorin, Moderatorin und arbeitet in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Ihr Buch Arabische Präsenzen um 1900. Biografische Interventionen in die Deutsche Geschichte ist bei transcript erschienen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung bitte telefonisch unter 030-90 29 24 106 oder via E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Bei freien Plätzen ist auch eine spontane Teilnahme möglich.

 

Bild: Fotostudio Neukölln

Do, 14.03.2024, 14:30 Uhr

Workshop „NICHT MIT UNS! Widerstand gegen Rassismus zur Zeit der Weimarer Republik und heute“

Fortbildung für Lehrkräfte und Multiplikator*innen

Bereits während der Weimarer Republik protestieren in Berlin lebende muslimische und schwarze Menschen gegen rassistische Inszenierungen in der Öffentlichkeit. Bis heute sind rassistische Darstellungen und Spuren der imperialen und kolonialen Geschichte Deutschlands im Stadtraum zu sehen. In den Workshops werden gegenwärtige Kontroversen im Zusammenhang mit kolonialen Spuren im Stadtraum aufgegriffen. In kleinen Gruppen entdecken die Teilnehmenden ihre historischen Hintergründe; anschließend diskutieren sie, mit dem Ziel eigene Positionen auszuhandeln.

Bei der 2,5-stündigen Fortbildung befassen sich die Teilnehmenden mit historischen Quellen aus der Zeit der Weimarer Republik sowie mit Spuren kolonialer Geschichte in der unmittelbaren Nachbarschaft. Abschließend werden eigene Positionen ausgehandelt und mit 3D-Stiften kreativ dargestellt. Das Format bietet Bezüge zu den Rahmenlehrplänen für die Fächer Geschichte und Politik sowie Ethik und Kunst.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung bitte telefonisch unter 030-90 29 24 106 oder via E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

 

Führung

Do, 14.03.2024, 18 Uhr

Dialogische Führung durch die Sonderausstellung „Solidarisiert euch! Schwarzer Widerstand und globaler Antikolonialismus in Berlin, 1919–1933“

In der letzten Ausstellungswoche bietet die freie Bildungsreferentin Jeanne-Ange Wagne nochmal eine öffentliche Führung an. Mit einer Dauer von 90 Minuten bietet sie Raum für Selbsterkundung und moderierte Gespräche in der Gruppe.

Wie sah diese Topographie des antikolonialen Berlin aus? Welche Freiräume ermöglichte es? Wo stießen Netzwerke internationaler Solidarität an ihre Grenzen? Und was blieb vom antikolonialen Berlin? Der Rundgang durch „Solidarisiert euch!“ greift diese Fragen auf, wirft Schlaglichter auf zentrale Ereignisse, Persönlichkeiten und Orte und zeichnet dabei die historischen Momente des antikolonialen Berlin nach.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung bitte telefonisch unter 030-90 29 24 106 oder via E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Bei freien Plätzen ist auch eine spontane Teilnahme möglich.

 

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