Nächste Veranstaltungen

Lesung/Gespräch/Film

Do, 23.04.2026, 19 Uhr

23,5 – Zwischen Erinnern und Verdrängen

Der armenische Aktivist und Journalist Hrant Dink beschreibt in seinem Text „23,5“ seine Gefühlslage zwischen dem 23. und 24. April: Während der 23. April in der Türkei als nationaler „Feiertag der Kinder“ für Hoffnung steht, markiert der 24. April den Beginn des Völkermords an den Armenier:innen, der in den nationalen Narrativen geleugnet oder verdrängt wird. Für Dink markiert dieses Dazwischen - zwischen Erinnern und Verdrängen, Anerkennen und Leugnen, Erzählen und Schweigen - die emotionale und moralische Schwelle, die eine Gesellschaft überschreiten muss, um ihre Schuld anzuerkennen. 

Auch wenn Deutschland 2016 den Völkermord an den Armenier:innen und die deutsche Mitschuld offiziell anerkannte, ist dies erinnerungspolitisch wenig präsent. Nach einer eingehenden Online-Keynote von Nayat Karaköse, Direktorin des 23,5 Hrant Dink Hafıza Mekânı, werden - ausgehend von Hrant Dinks Text - die beiden Kurzfilme „So close so far“ von Ezgi Kılınçaslan und „About the Ephemeral“ von Silvina der Meguerditchian gezeigt, um danach gemeinsam mit den Künstlerinnen ins Gespräch über den Platz des armenischen Genozids in der Berliner Erinnerungs- und Gedenkkultur zu kommen. Die Veranstaltung wird moderiert von Lusin Reinsch. 

Die Veranstaltung findet in einer Kooperation von AKEBİ e.V. und dem Museum Charlottenburg-Wilmersdorf statt. Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl. Eine Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Eine spontane Teilnahme ist ggf. ebenfalls möglich. 

Kinder stehen im Dunkel vor einer Vielzahl an brennende Kerzen und stellen ihre angezündete Kerze dazu..© Filmstill aus „So close so far“

Im Stadtraum

Fr, 24.04.2026, 18 Uhr

Spuren der Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich in Berlin

Stadtrundgang mit Eike Stegen, Historiker 

Entlang der Hardenbergstraße kreuzen sich mehrere Geschichten von Flucht, Exil und Verfolgung. Über jüdische, armenische, kommunistische und sozialdemokratische Biografien zeigen sich armenisch-deutsch-türkische Verflechtungsgeschichten, die die Zeit vor, während und nach dem Nationalsozialismus umspannen. 

Der Stadtrundgang wurde konzipiert von dem Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Doğan Akhanlı und eröffnet einen Raum zum Nachdenken über Erinnerungskultur. 

Treffpunkt: Amerikahaus, Hardenbergstrasse 22, vor der Berliner Landeszentrale für politische Bildung  

Anmeldung erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de 

 

Eine schwarz-weiß Fotografie auf welcher der Bildhauer Akbar Behkalam am Mahnmal für Cemal Kemal Altun steht. Es sind Blumen niedergelegt.Bildhauer Akbar Behkalam am Mahnmal für Cemal Kemal Altun, Hardenbergstraße, 22.Mai 1996. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf. Fotograf: Jürgen Henschel

Führung, Im Stadtraum

Mi, 06.05.2026, 18 Uhr

Stadtrundgang „Kriegsende und Erinnerung in Wilmersdorf“

In einem Stadtrundgang durch Wilmersdorf soll eine lokale Geschichte des Zweiten Weltkrieges erzählt werden. Wie wirkte sich das Kriegsende auf die Menschen in Wilmersdorf aus? Wer empfand die herannahenden alliierten Armeen als Bedrohung, wer als Befreiung?  Wie gingen die Menschen mit der Besatzung um und was wurde aus den NS-Manifestationen im Bezirk?

Besucht werden – oftmals auch ambivalente – Orte zwischen NS-Herrschaft, Gewalt, Verzweiflung, Befreiung und Neubeginn, die ein vielschichtiges Bild vom Leben und Überleben im Angesicht des Krieges vermitteln. Der Blick wird dabei auch stets auf die heute sichtbare Erinnerungskultur im Stadtraum gerichtet sein.

 

Treffpunkt: Fehrbelliner Platz 4 vor der Senatsverwaltung, 10707 Berlin

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl. Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Eine spontane Teilnahme ist ggf. ebenfalls möglich.

Abriss der Synagoge Prinzregentenstraße, 1958. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Führung, Im Stadtraum

Sa, 09.05.2026, 11.30 Uhr

Stadtrundgang „Kriegsende und Erinnerung in Wilmersdorf“

In einem Stadtrundgang durch Wilmersdorf soll eine lokale Geschichte des Zweiten Weltkrieges erzählt werden. Wie wirkte sich das Kriegsende auf die Menschen in Wilmersdorf aus? Wer empfand die herannahenden alliierten Armeen als Bedrohung, wer als Befreiung?  Wie gingen die Menschen mit der Besatzung um und was wurde aus den NS-Manifestationen im Bezirk?

Besucht werden – oftmals auch ambivalente – Orte zwischen NS-Herrschaft, Gewalt, Verzweiflung, Befreiung und Neubeginn, die ein vielschichtiges Bild vom Leben und Überleben im Angesicht des Krieges vermitteln. Der Blick wird dabei auch stets auf die heute sichtbare Erinnerungskultur im Stadtraum gerichtet sein.

 

Treffpunkt: Fehrbelliner Platz 4 vor der Senatsverwaltung, 10707 Berlin

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl. Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Eine spontane Teilnahme ist ggf. ebenfalls möglich.

Abriss der Synagoge Prinzregentenstraße, 1958. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Führung, Im Stadtraum

Do, 14.05.2026, 14 Uhr

Magnus Hirschfeld und seine Wegbegleiter:innen

Stadtspaziergang mit Rafael Nasemann (Homolulu Berlin)

Anlässlich des Gedenktages am 14. Mai zur Erinnerung an den Arzt, Sexualwissenschaftler und Vorkämpfer der queeren Emanzipationsbewegung, Magnus Hirschfeld (1868-1935), gibt Rafael Nasemann im Rahmen eines Stadtspazierganges Einblicke in das Leben und Wirken von Magnus Hirschfeld und seiner Wegbegleiter:innen. Die Tour durch Charlottenburg beleuchtet die Geschichte von und Erinnerung an queere Berliner Held:innen und Aktivist:innen und endet an der Hirschfeld-Säule in der Otto-Suhr-Allee 93. 

Treffpunkt: Ahornallee 51, 14050 Berlin-Charlottenburg
Dauer: rund 1,5 Stunden

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de. Eine spontane Teilnahme ist ggf. ebenfalls möglich.

Gefördert durch den Bezirksfonds „Queeres Leben in den Bezirken stärken“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung mit Unterstützung der Ansprechperson Queeres Berlin“. 

Eine Gedenksäule vor dem ehemaligen Wohnhaus Magnus Hirschfeld mit einem Relief seines Kopfes und seinen Lebensdaten. Im Hintergrund sieht man das Rathaus Charlottenburg. Abb. Hirschfeld-Säule, Otto-Suhr-Allee 93, 2026. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Lesung/Gespräch/Film

Do, 14.05.2026, 17 Uhr

„Anders als die Andern“ (1919) – ein frühes Filmdokument zu queeren Kämpfen

mit einer Einführung von Dr. J. Noah Munier (Universität Stuttgart)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 

In Erinnerung und Gedenken an den Arzt, Sexualwissenschaftler und Vorkämpfer der queeren Emanzipationsbewegung Magnus Hirschfeld (1868-1935), zeigen das Museum und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld den Film „Anders als die Andern“. Der Spielfilm von Richard Oswald, uraufgeführt im Jahr 1919 und nur als Fragment überliefert, war einer der ersten Filme, der sich offen dem Thema Homosexualität widmete. Magnus Hirschfeld, der auch selbst darin auftritt, nutzte den Film als Medium für seine Aufklärungsarbeit gegen den Paragraphen 175 StGB. Eine thematische Einführung gibt Einblicke in die Hintergründe des Filmes.

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Gefördert durch den Bezirkefonds „Queeres Leben in den Bezirken stärken“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung mit Unterstützung der Ansprechperson Queeres Berlin“.

Schwarz-Weiß-Fotografie, die eine Szene des Films „Anders als die Andern“ von 1919 zeigt. Abb. „Anders als die Andern“. Filmstill. Public Domain Mark 1.0 Universell. Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Konzert

Do, 21.05.2026, 19 Uhr

A Lover and his lass - Simon Wallfisch und Andreas Lisius

interpretieren Englische und Deutsche Lieder von G. Finzi, H. Wolf und J. Brahms

Dozentenkonzert der Musikschule City West

Drei Komponisten, drei Welten – und doch ein gemeinsamer Atem. Johannes Brahms kreist um das Ewige: Liebe, Einsamkeit, die stille Schwere des Lebens. Hugo Wolf hingegen lodert. Seine Lieder aus dem Italienischen Liederbuch sind Funken – kurz, verzehrend, unerbittlich menschlich. Und dann Finzi. Der Engländer, der Shakespeare verstand wie kaum ein anderer, der aus alten Versen etwas erschuf, das wie ein letzter Sommertag klingt. Simon Wallfisch und Andreas Lisius bringen diese drei Stimmen als lebendiges Gespräch zusammen.

Simon Wallfisch – Gesang
Andreas Lisius – Klavier

Ein Klavier steht links im Bild im Hintergrund sieht man Ölgemälde der Kunstsammlung Charlottenburg-Wilmersdorf im Museum.

Führung, Im Stadtraum

Mi, 03.06.2026, 18 Uhr

Erinnerungsraum Hardenbergstraße: Spuren der Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich

Entlang der Hardenbergstraße kreuzen sich Geschichten von Flucht, Exil und Verfolgung. Jüdische, armenische, kommunistische und sozialdemokratische Biografien umspannen die Zeit vor, während und nach dem Nationalsozialismus. Der Rundgang, konzipiert von dem Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Doğan Akhanlı, eröffnet einen Raum zum Nachdenken über armenisch-deutsch-türkische Verflechtungsgeschichten und lokale Erinnerungskultur. 

Treffpunkt: Amerikahaus, Hardenbergstrasse 22, 10623 Berlin, vor der Berliner Landeszentrale für politische Bildung  

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Eine schwarz-weiß Fotografie des Bildhauers Akbar Behkalam vor dem vom ihm geschaffenen Mahnmal. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Abb. Bildhauer Akbar Behkalam am Mahnmal für Cemal Kemal Altun, Hardenbergstraße, 22.Mai 1996. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf. Fotograf: Jürgen Henschel

Führung, Im Stadtraum

Do, 04.06.2026, 18 Uhr

Die Kant. Kunst, Text, Straße.

mit Annett Gröschner und Ina Weber 

Ausgangspunkt Kantstraße: Tag und Nacht belebter Begegnungsort, auf 2630 Metern Länge in permanentem Wandel, Hafen verschiedenster Nationalitäten, gesäumt von Bauten verschiedenster Epochen. Für den Soziologen Richard Sennett ist sie eine Manifestation der offenen Stadt: von Unvollständigkeit, Aneignungen und Widerspruch gekennzeichnet. Die Autorin Annett Gröschner und die Bildhauerin Ina Weber werden bei diesem Spaziergang die komplexe Vita dieser Straße ein Stück begleiten. 

Treffpunkt: Skulptur „Lesser“ von Olaf Nicolai für dem Hotel Upper West, Kantstraße 163-165.  

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Eine schwarz-weiß Fotografie des Schimmelpfeng-Haus von 1966. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Schimmelpfeng-Haus, Kantstraße 165–166. 1966. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Führung, Im Stadtraum

Sa, 06.06.2026, 14 Uhr

„Unsere Straße“. Terror, Widerstand und Erinnerung in Charlottenburg

Seit den frühen 1930er Jahren waren die Viertel in Alt-Charlottenburg wiederholt Schauplatz politischer Gewalt. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten verbreitete der SA-Sturm 33 Terror. Die kommunistische Gegenwehr war massiv, doch auch aus anderen politischen Richtungen gab es Menschen, die Widerstand leisteten. In seinem Roman „Unsere Straße“ schilderte Jan Petersen die Auseinandersetzungen rund um die einstmalige Wallstraße, die erst zur Maikowskistraße, und nach dem Krieg zur Zillestraße wurde. 
 

Treffpunkt: Schlossstr. 55/ Otto-Grüneberg-Weg, vor der Villa Oppenheim

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Die Anmeldung ist erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.de.

Eine Stadttour im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte, einer gemeinsamen Veranstaltung des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen. Gefördert aus Mitteln 
des Bezirkskulturfonds

Ein schwarz-weiß Foto aus der Wilmersdorfer Straße. Zu sehen sind unter anderem die alte Straßenbahn, alte Ladenbeschilderungen und eine alte Litasssäule. Über dem Bild steht der Slogan der langen Woche der Kiezgeschichte.Wilmersdorfer Straße, Ecke Wallstraße, um 1930 (Ausschnitt). © Museum Charlottenburg-Wilmersdorf