Für die Oberschule

Ständige Angebote

Mein Gott, dein Gott, kein Gott?
Interreligiöse Vielfalt gestern, heute und morgen

Workshop zu interreligiöser Freundschaft und gesellschaftlichem Miteinander

Multiperspektivisch und interaktiv spannt dieser Workshop einen zeitlichen Bogen von Moses Mendelssohn bis in die Gegenwart: Die früheren Bewohner*innen der Villa Oppenheim in Charlot­tenburg bilden ein historisches Beispiel für jüdisches Leben zwischen rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Diskriminierung. Ausgehend von ihrem Vorfahren Moses Mendelssohn und dessen Freundschaft mit Gotthold Ephraim Lessing bildet die Ringparabel einen Einstieg in das Thema der interreligiösen Freundschaft, ihren Grenzen und Chancen. In einem szenischen Spiel üben sich die Jugendlichen in ihrer ethischen Reflexionskompetenz, teilen ihre eigenen Perspektiven und befassen sich mit der aktuellen religiösen und multikulturellen Situation in ihrer Lebenswelt.

Abschließend werden die Schüler*innen dazu eingeladen, ihr Wissen über die drei monotheistischen Religionen zu erweitern, etwaige Berührungsängste abzubauen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und eigene Perspektiven zu teilen. Dabei wird die Villa Oppenheim als historischer Ort und Museum sowie ein Koffer mit religiösen Gegenständen in die Auseinandersetzung mit einbezogen.

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab Klasse 7

Bezug zum Rahmenlehrplan: Religion, Ethik – Wissen und Glauben – Mensch und Gemeinschaft / Geschichte – Aufklärung und Emanzipation, Juden im 19. Jahrhundert / Gesellschaftswissenschaften – Religionen in der Gesellschaft / Vielfalt in der Gesellschaft

Dauer und Kosten: 4 Std. / 120 € – 2,5 Std. / 75 €

Handreichung zum Workshop als Download

Wer war Mod?

Workshop der historisch-politischen Bildung 

zur Verflechtungsgeschichte des Nationalsozialismus

Der ägyptische Arzt Mod Helmy (1901-1982) lebte seit 1922 in Berlin. Während des Nationalsozialismus schützte er eine jüdische Familie und unterstützte Zwangsarbeiter*innen. Seine Biografie und das bisher wenig beleuchtete Narrativ eines arabisch gelesenen „Stillen Helden“ bilden den Ausgangspunkt des Workshops. Die Frage nach Handlungsspielräumen und nach der Position von People of Colour ermöglicht einen vielstimmigen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Die Jugendlichen stellen eigenständige Recherchen mit historischem Material an und entwickeln dabei ein Bewusstsein für Leerstellen in der Geschichtsschreibung und die Wirkweisen von Fremd- und Selbstdarstellungen. Mod Helmys Biografie wird in ihren komplexen historischen Bezügen erschlossen und in der lokalen Lebenswelt der Jugendlichen verortet. Seine Geschichte bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Empathie und Identifikation und eröffnet Bezüge zu aktuellen Erfahrungen und gesellschaftlichen Herausforderungen wie Antisemitismus und Rassismus. Die Jugendlichen beleuchten gemeinsam die lokale Erinnerungslandschaft und die Bedeutung von Widerständigkeit und Zivilcourage.

Das Angebot richtet sich an Oberstufenklassen Integrierter Sekundarstufen und Gymnasien, sowie an außerschulische Gruppen. Vorwissen zum Nationalsozialismus wird empfohlen. 

Bezug zum Rahmenlehrplan: Geschichte - Herrschaft und Ideologie im NS-Staat, Widerstand und ziviler Ungehorsam, Holocaust, Geschichte im lokalen und regionalen Umfeld

Dauer und Kosten: 4 Std. / 120 €*

* Die ersten 5 Workshops sind im Rahmen der Förderung kostenfrei.

» Zum Video des Pilot-Workshops

In Kooperation mit Ufuq e.V.
Das Projekt wird von der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” (EVZ) gefördert.

Aufbruch in die Moderne

Kunst-Workshop

Unruhe und Skandale in der Berliner Kunstszene um 1900: Kaiser Wilhelm II. und die Akademie der Künste sind gegen jede Neuerung in der Kunst. Eine Gruppe von Malern und Bildhauern spaltet sich ab zur unabhängigen „Berliner Secession“. Ihr großer Erfolg ist auch der Stadt Charlottenburg zu verdanken. Sie bietet der Gruppe Arbeits- und Ausstellungsmöglichkeiten. Im Workshop werden Werke berühmter Secessionsmitglieder wie Max Liebermann, Walter Leistikow, Philipp Franck und Hans Baluschek verglichen und die kunstpolitischen Konflikte der Zeit erläutert.

Das Angebot richtet sich an die Klassen 8 – 13.

Bezug zum Rahmenlehrplan: Bildende Kunst – Themenschwerpunkt Kunst im Kontext von Kunstgeschichte

Dauer und Kosten: 90 Minuten / 45€ pro Gruppe oder 120 Minuten / 65€ pro Gruppe

„WESTEN!“

Workshop zur visuellen Kommunikation

In der Dauerausstellung „WESTEN!“ können die Teilnehmenden die mehr als 300jährige Geschichte des Bezirks Charlottenburg- Wilmersdorf vom ländlichen Raum zur City West verfolgen. Sie erfahren während ihres Rundgangs, mit welchen – auch digitalen – Gestaltungsmitteln Ausstellungen arbeiten und was es bei der Auswahl und Präsentation von Objekten zu beachten gilt. Die Ergebnisse vergleichen sie mit Beobachtungen in der Kunstausstellung „Sammlerstücke“. Der Workshop lädt ein zu einem Erfahrungsaustausch über Entscheidungen in der Ausstellungsgestaltung, wie es der Lehrplan des Faches Kunst in der gymnasialen Oberstufe vorsieht.

Das Angebot richtet sich an die Klassen 10 – 13.

Dauer und Kosten: 90 Minuten / 45€ pro Gruppe oder 120 Minuten / 65€ pro Gruppe