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Lesung/Gespräch/Film

Do, 19.11.2026, 18.30 Uhr

Schweigen - eine dokumentarische Graphic Novel

Lesung und Gespräch mit Birgit Weyhe 

Um von dem Schweigen zu erzählen, das Diktaturen erzeugen, erinnert Birgit Weyhe in ihrer Graphic Novel an zwei Frauen verschiedener Generationen. Ellen Marx überlebt als einzige ihrer jüdischen Familie die Verfolgung im Nationalsozialismus, nachdem sie mit 17 Jahren von Berlin nach Buenos Aires emigriert war. Der zweite Lebensweg beginnt mit der Politisierung der Nachkriegsgeneration.

Vor dem Hintergrund der Studentenbewegung entschließt sich Elisabeth Käsemann, nach Argentinien aufzubrechen. Mehrfach streift die Graphic Novel die lokale Geschichte und eröffnet eine Erzählung um die Verflechtungen zwischen Deutschland und Argentinien, der argentinischen Militärdiktatur und das damit verbundene politische Versagen. Beruhend auf tiefgreifenden Recherchen, konfrontiert mit den Gewalterfahrungen und dem widerständigen Erinnern in der argentinischen Gesellschaft, hat Birgit Weyhe mit „Schweigen“ ein berührendes Zeugnis abgelegt.

Lesung/Gespräch/Film

So, 22.11.2026, 16.00 Uhr

Der Golem, wie er in die Welt kam

Regie: Paul Wegener, 1920, 87 min.

Mit dem Stummfilm Der Golem, wie er in die Welt kam griff Regisseur Paul Wegener die jüdische Legende um den aus Lehm geformten Golem auf. Es ist seine dritte und einzig überlieferte filmische Auseinandersetzung mit dem Stoff und sie gilt als Schlüsselwerk des Expressionismus.

Gedreht wurde der Film in den Ateliers in Tempelhof. Prägend waren die Filmkulisse, entworfen von der Architektin Marlene Poelzig, und die vom Regisseur und dem Bildhauer Rudolf Belling entwickelte Lehmkreatur des Golems.

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden.

Die Filmvorführung findet begleitend zur Ausstellung für Marlene Poelzig statt.

Poster „Der Golem: Wie er in die Welt kam“, Hans Poelzig, 1920. Bereitgestellt durch The Museum of Modern Art, gemeinfrei