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„Zu dumm, dass ich nicht 'namhaft' bin.“

Marlene Poelzigs Schaffen im Charlottenburg der 1920er Jahre

 

23. Oktober 2026 – 18. April 2027

Das Kino Capitol am Zoo, das Haus des Rundfunks und ihr Wohn- und Atelierhaus in Westend: Die Bildhauerin und Architektin Marlene Poelzig (1894-1985) zeigte an diesen drei Charlottenburger Bauten ihre Gestaltungskraft. In den 1920er Jahren prägte sie Berlin als Experimentierfeld für Neue Sachlichkeit und Expressionismus mit und das gemeinsame Bauatelier mit Hans Poelzig.

Ihre künstlerische Entwicklung konnte sie im nationalsozialistischen Berlin nicht fortsetzen. Ihre zeitgenössische Anerkennung wurde auch in der Architekturgeschichtsschreibung der Nachkriegszeit marginalisiert. Im Protest gegen den drohenden Abriss der Villa im Westend gründete sich 2020 die Initiative Haus Marlene Poelzig und stieß den Diskurs um ihr Schaffen erneut an. Das Haus ist verschwunden, doch mit dem Abriss rief die Initiative durch Performances, Forschung und eine Veröffentlichung eine Auseinandersetzung mit Marlene Poelzigs Erbe ins Leben. Daran knüpfte sie Forderungen nach Gleichberechtigung im Bauwesen sowie für eine neue Umbaukultur, die sich Abrissen entgegenstellt. Mit der Ausstellung, initiiert und konzipiert von der Initiative sowie Urbanophil e.V., wird Marlene Poelzigs Wirken anhand von drei ihrer Schlüsselbauten sichtbar.

Abb.: Erbengemeinschaft Marlene Poelzig, Hamburg